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Anwaltszulassung für die ganze Schweiz und ganz Deutschland

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Anwälte Deutschland/Schweiz

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Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz

In welchen Fällen ist eine Aufenthaltsbewilligung notwendig? Wie werden Aufenthaltsbewilligungen kategorisiert?

 

Wer sich länger als drei Monate in der Schweiz aufhalten möchte, braucht eine Aufenthaltsbewilligung. Die Dauer des Rechtes auf Anwesenheit in der Schweiz ist je nach Art der Bewilligung unterschiedlich. In der Regel ist sie zeitlich befristet:

  • Aufenthaltsbewilligung B: Berechtigung für den Aufenthalt von einem Jahr
  • Aufenthaltsbewilligung C: Wird nach zehn Jahren legalem Aufenthalt erteilt
  • Aufenthaltsbewilligung Ci: Wird z. B. dem ausländischen Botschaftspersonal erteilt
  • Aufenthaltsbewilligung F: Ausweis für vorläufig aufgenommene Ausländer
  • Aufenthaltsbewilligung G : Ausweis für Grenzgenger
  • Aufenthaltsbewilligung L: Ausweis für Ausländer, welche kurzfristig in der Schweiz arbeiten oder nur kurz hier sind
  • Aufenthaltsbewilligung N: Ausweis für Asylsuchende

Bei der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz wird zwischen EU-Bürgern, der genauen Staatsangehörigkeit des EU-Landes und Nicht EU-Staatsangehörigen unterschieden.

 

Aufenthaltsbewilligung für Bürger der Europäischen Union


Personenfreizügigkeit EU-Schweiz

Seit 2002 ist das Freizügigkeitsabkommen (FZA) zwischen der EU und der Schweiz in Kraft. Aufgrund dieses Abkommens dürfen Bürger der EU und der Schweiz grundsätzlich in der Schweiz oder der EU arbeiten, d.h. sie haben das Recht darauf ihren Arbeitsplatz bzw. ihren Aufenthalt innerhalb der Staatsgebiete der Vertragsparteien frei zu wählen. Für Bürger der Europäischen Freihandelszone gelten die gleichen Regelungen. Mit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative hat sich an dieser Regelung nichts geändert. 

 

Aufgrund des Personenfreizügigkeitsabkommens zwischen der Schweiz und der EU müssen EU-Bürger  bei einem längeren Aufenthalt in der Schweiz eine Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz vorweisen. Das Migrationsamt stellt hierfür Antragsformulare bereit. Diese Formulare können online heruntergeladen oder bei der zuständigen Einwohnermeldestelle bezogen werden. Bei den folgenden Personen besteht eine vereinfachte Anmeldepflicht:

  • Ausländische Arbeitnehmer aus der EU oder EFTA-Staaten, welche maximal 90 Tage in der Schweiz arbeiten.
  • Selbständige Erwerbstätige, welche ihre Dienstleistung während maximal 90 Tagen pro Jahr in der Schweiz anbieten.
  • Angestellte schweizer Unternehmen, welche maximal währen 3 Monaten hier arbeiten.

Bei der vereinfachten Meldepflicht genügt eine Anmeldung bei der zuständigen Behörde; es braucht keinerlei weitere Bewilligungen. Arbeitnehmer der Gast-, Bau-, Reinigungs und Sicherheitsbranche müssen sich in der Regel ab dem ersten Tag ihrer Arbeit anmelden.

 

Aufenthaltsbewilligung der EU-Bürger aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowenien, Slowakei, Tschechischen Republik, Ungarn, Malta und Zypern

Das Freizügigkeitsabkommen wurde auf die oben erwähnten Staatsangehörigen ausgedehnt. Die Visumspflicht für die Staatsangehörige der neuen EU – Mitgliedsstaaten ist seit 1. April 2006 entfallen. Seit dem 1. Januar 2017 kommt das FZA auch auf Kroatien zur Anwendung. Bürger aus diesen Ländern müssen für einen schweizer Wohnsitz folgendes vorweisen:

  • Arbeitsvertrag
  • Beweis, dass Sie ihren Lebensunterhalt selber finanzieren können

Schweizer Arbeitgeber müssen bei der Einstellung eines Ausländers aus diesen Staaten beweisen, dass keine schweizerische Arbeitskraft für diese Stelle zu finden war.

 

Aufenthaltsbewilligung für Bürger von Nicht-EU-Staaten

Staatsangehörige von einem Nicht-EU-Staat haben keinen Anspuch auf eine Arbeits- oder Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz. Jedoch kann die Migrationsbehörde Ausnahmen machen und eine Aufenthaltsbewilligung erteilen.

 

Folgende Personen von Nicht-EU-Staaten haben eine Aufenthaltsrecht in der Schweiz:

  • Kinder und Ehegatten von Personen, welche eine Niederlassungsbewilligung für die Schweiz haben
  • Kinder und Ehegatten von Schweizer Bürgern

Infolge einer Scheidung kann dieser Anspuch auf die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verwirkt werden. (vgl. Bundesgerichtsentscheid)

 

Familiennachzug

Voraussetzung für den Familiennachzug in die Schweiz ist, dass der Antragssteller über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfügt (vgl. Bundesgerichtsurteil). Staatsangehörige von Nicht-EU-Länder müssen über eine Niederlassungsbewilligung C verfügen damit sie einen Antrag auf Familiennachzug stellen können. Der Ausweis C wird in der Regel nach zehn Jahren legalem Aufenthalt in der Schweiz erteilt. In diesem Fall sind die Chancen, dass die eigene Familie in die Schweiz nachziehen kann, gross.

 

 

 

 

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